Sonntag, 9. Februar 2014

Zitronenhähnchen mit Quitte



Wir haben in unserem Garten zwei Quittenbäume gepflanzt. Eine Apfel- und eine Birnenquitte. Im späten Frühjahr beginnen sie mit menga Blüten zu blühen und geben vielen Bienen und Insekten Nahrung, wenn Apfel und Birne schon längst verblüht sind. Im ganz späten Herbst kann man die knalligen zitronengelben Früchte dann ernten. Oft bleiben die Spaziergänger bei uns am Zaun stehen , weil sie denken an den Bäumen wachsen Zitronen.


Leider kennen nur wenige Leute Rezepte mit Quitten ,außer vielleicht Omas- Quittengelee. Obwohl sich Quitten doch super zum Kochen und Backen eignen, zum mitbrutzeln und als Kompott. Ich liebe sie zu Wild und koche sie auch mal im Gulasch mit.
Die Quitte enthält viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan. Dazu viel Pektin und Schleimstoffe, aus dem Kernen mache ich manchmal ein Mittel gegen Halsweh.
Man kann sie super als Likör ansetzen und entsaften.
Wer keinen Quittenbaum sein Eigen nennen kann, findet die beste Qualität in türkischen Geschäften.


Ich finde Quitten passen einfach gut zu Zitronen, sei es als Kompott, als Kuchen oder zu Fleisch.
Deshalb gibt es heute mal ein Zitronenhähnchen mit Quitte und jede Menge Biozitronen.


Dazu muss man keine Stunden in der Küche stehen, das geht schnell , schmeckt toll und man kann das Gericht auch für Besuch kochen, dann eben eine größere Menge.



Dazu Hähnchenschenkel ( ein zerteiltes Brathähnchen geht natürlich genauso gut) salzen, pfeffern und mit Paprika bestäuben. Auf ein tiefes Backblech legen, das mit Ölivenöl bestrichen wurde. Eine große Quitte in Schnitze schneiden, Kerne raus, Schale dran lassen, dazwischen stecken. Mir viel Zitronensaft und Ölivenöl besträufeln und eine Biozitrone in dicken Scheiben dazu geben.
Jetzt noch ein Büschelchen Thymian und Rosmarin dazu.
(Ich gebe ab und zu noch ein paar Trockensoftaprikosen dazu, dann wird alles noch ein wenig süßer.)







Auf 170 Grad im Backofen schmurgeln lassen , ca. 50 Minuten,  kurz vorher noch etwas Honig mit heißen Wasser mischen und die Hähnchen bepinseln, nochmals braten lassen.

Wer noch ein Backblech mit Kartoffelscheiben gemischt mit Olivenöl dazu schiebt (dann aber Heißluft) hat schon gleich  die Beilage dazu.



Dazu passt eine Tomaten- Petersiliensalsa.

Die ist schnell gemacht und passt auch zu anderen Hähnchengerichten, zu Gegrilltem, oder einfach nur zu Brot.

Einen Strauß frischer glatter Petersilie grob hacken, mit Salz, Pfeffer und reichlich Olivenöl mischen und kräftig mit der Gabel matschen, damit sich Saft bildet. Dann eine Fleischtomate entkernen, wer mag die Haut abziehen, in kleine Würfel schneiden und unter die Petersilie geben. Nach Geschmack noch ein paar geröstetet Pinienkerne darunter und für die Harten noch etwas Knoblauch.




Sonntag, 2. Februar 2014

Eine Kuh macht Muh....





... viel Kühe machen Mühe.




Diesen Satz kennt unser Freund Pauli nicht, denn Kühe machen ihm natürlich Freude; ist er doch im Sommer der Herr von den Schwangauer Kühen auf der Reith- Alpe am Fuße des Tegelbergs.




Dorthin wandern die "schönsten Damen des Dorfes " um sich in Sommerfrische zu begeben.





Was liegt also näher als dem Almhirten zum runden Geburtstag eine Kuh zu schenken. Keine echte, aber eine aus Heu. Mit meiner Freundin habe ich gebastelt. Sie hatte die Idee, ich half mit.



Auf eine Schablone aus Pappe wird angefeuchetes Heu gewickelt, mit dicken Nähfaden fixiert und festgebunden. Nun nur noch ein paar Hörner und zwei Filzohren dazu. Mit Augen und Nasenlöcher aus Filz wird es dann wirklich einen Kuh. Mit etwas Bast, Fellrest, oder Kokosfaser erhält die Dame eine schicke Frisur.




Und geht sie dann zum Almabtrieb schmückt sie sich mit Blumenkränzchen, Glocke und Schleife.


Mittwoch, 29. Januar 2014

Englischer Teekuchen


Einen Kuchen für diesen Tag.

Nach einem langen Winterspaziergang, von dem man mit eiskalten Füßen und Händen zurück kommt, schmeckt eine Tasse heißer Tee und ein Stück Kuchen. Also her damit.



Als sich meine Tante vor über 40!!! Jahren einen neuen Elektroherd kaufte, gab es als Zugabe ein kleines Rezeptheft vom Hersteller. Dort standen jede Menge Rezepte, die man mit dem neuen Wunderherd backen und braten konnte. Natürlich damals noch ohne Heißluft oder sonstige Stufen.
Aus diesem uralten Heft stammt noch das Rezept vom "Englischen Teekuchen" und schmeckt heute noch so gut wie vor 40 Jahren.







Wichtig ist erst einmal, am Tag vorher, einen Handvoll Rosinen mit hochprozentigem Rum zu bedecken und ihnen eine gute Nachtruhe zu wünschen, denn dann saufen sich die kleinen braunen Dinger richtig voll und werden so zur alkoholisierten Köstlichkeit, die nicht nur in Kuchen oder Torten super schmecken, sondern auch zu Eis oder Desserts.




Zutaten:
250 g ganz weiche Butter
200 g feiner Zucker
4 Eier
125g Stärke
125g Mehl
1 P. Backpulver
1 P. Vanillezucker
150g gehackte Mandeln
150 g Orangeat und Zitronat   ( da gibt es das Beste im Reformhaus!!)
Rumrosinen abgetropft
2 cl. Rum





Jetzt nur noch einen klassischen Rührteig zubereiten. Butter und Zucker schaumig, die Eier nach und nach dazu und die restlichen Zutaten mit Liebe und Feingefühl unter arbeiten.


Alles in eine gebutterte Kastenform füllen und bei 170 Grad ca. 50 Minuten backen.
Den abgetropften Rum tropfe ich über den noch heißen Kuchen und bestäube das gute Stück mit Puderzucker, oder glasiere ihn mit Rumglasur.
Dazu schmeckt natürlich ein Englischer Tee.







Samstag, 25. Januar 2014

Spätzle - Gemüsepfanne





JAAAAA.. ich bin gegen Fertiggerichte. Und die Ausrede es muss aber schnell gehen, gibt es nicht. Hat man ein paar vorbereitete Dinge, z.B. eine kleine Schüssel Spätzle eingefroren, dann kann man dieses Gericht und viele andere, in kürzester Zeit zubereiten und erhält eine vollwertige Mahlzeit ohne Konservierungsmittel und Zusatzstoffe.




Von Spätzle sollte man immer mehr machen, denn damit kann man hundert weitere Gerichte zaubern.
Wenn Spätzle bleiben, dann schmecken die auch gut mit Gemüse. Einfach nehmen was der Markt hergibt.








Gemüse wie Kohlrabi, Brokkoli, Gelbe Rüben, Bohnen, Steckrüben, Spargel usw. schneide ich klein und gare sie acht Minuten in Salzwasser, dann abgießen und sofort eiskalt abschrecken.


Inzwischen in etwas Olivenöl fein geschnittene Pilze, Lauchstreifen, wer es deftig mag noch ein paar Bauchspeckwürfel andünsten.


Nun die Spätzle dazugeben und zuletzt das Gemüse. Noch ein wenig mit Salz und Pfeffer nachwürzen und reichlich gehackte Petersilie, Gartenkräuter oder Schnittlauch darauf.










Dazu eine feine Soße aus Creme fraice , Kräutersalz und vielen frischen Kräutern.

Diese Gericht schmeckt auch mit Schupfnudeln, oder Kartoffelnudeln.








Dienstag, 21. Januar 2014

Das Allgäu backt



 Das Buch hat mir unser Freund Mandi geschenkt und mir damit natürlich eine große Freude gemacht.

"Glücksmomente" steht auf der zweiten Seite und ein gutes Stück Kuchen , dazu einen frischen Kaffee oder einen dampfenden Tee, bereitet ja wirklich einen Glücksmoment.
Innehalten in der hektischen Zeit,  mit Freundinnen am Tisch sitzen und ratschen, die Seele baumeln lassen, zusammen einen netten Nachmittag verbringen und Kuchen essen. Oder an einem kalten Wintertag eine Zeitschrift lesen, eine heiße Schokolade trinken und ein Stück Kuchen dazu, das ist doch Wellness für die Seele.











In dem Büchlein wurden viele Rezepte von Allgäuer Frauen zusammengetragen. Es gibt wohl keine Familie in der es nicht mindestens ein gutes Familienkuchenrezept gibt. Vielleicht noch von der Uroma, das  im alten fleckigen handgeschriebenen Kochbuch steht, oder das Rezept dass die Tante 1973 aus der Fernsehzeitung ausgeschnitten hatte, und das noch immer nachgebacken wird, oder das Kuchenrezept dass die Enkelin von einer Party mitbrachte, auf der es die neuesten Modetorten gab, Rezepte auf Tupperpartys getauscht, oder die man auf Geburtstagsfeiern weiterreichte, die mit eingeheiratet wurden, die die Nachbarin von Feriengästen bekommen hatte, die auf Verpackungen von Zucker oder Gewürzen standen und die mit den Jahren immer wieder ein bisschen verbessert wurden .









 So ein gutes Rezept hat wohl jeder mal vererbt bekommen. Unser eigenes Hauskuchenrezept stammt von Feriengästen die ganz früher immer bei meinen Eltern und Großeltern Urlaub machten. Alles schon lange Geschichte...
Aber der "Käsekuchen Frau Fingerhut" wird noch immer gebacken und das schon über 40 Jahre!!!









Jeder der sich gerne mit neuen, guten Rezepten eindecken will,  wird hier wohl fündig.








Schon allein das Durchblättern macht Lust auf´s Backen und natürlich Kuchen essen. Endlich wieder einmal ein Grund, um ein neues Rezept auszuprobieren, die besten Freundinnen einzuladen und sich einen gemütlichen Nachmittag zu machen.
Ich wage mich jetzt mal an das Rezept von Seite 113 und backe die Birnentorte, oder doch lieber der Bienenstich von Seite 101 ?







Für 12,50 Euro ein wahrer Fundus an schönen und guten Rezepten.
Zu jedem Rezept ein Bildchen, die zwar manchmal etwas im "Selbermacherbereich" sind, aber vielleicht auch dem Buch einen gewissen Oma- Charme geben.





Mittwoch, 8. Januar 2014

Der kleine Küchenhelfer


Man kann sie an die Schürze binden, an den Herd, an die Türklinke, an den 
 Schrank und sich bei jeder Gelegenheit beim Kochen die Hände abwischen. 


Den ersten meiner "kleinen Küchenhelfer" hat mir eine Freundin aus Amerika mitgebracht. Der ist jetzt schon ganz durchgewetzt und von vielen Benützen hässlich geworden.






Also nähe ich einen Neuen. Aus einem kleinen Gästehandtuch und etwas Baumwollstoff ist das Gute Stück in kurzer Zeit fertig...





 Und leistet an meinem alten Omaofen beim Kochen gute Dienste.







Donnerstag, 2. Januar 2014

Kaiserschmarrn


Nach dem vielen Weihnachts- und Neujahrsessen darf es auch mal was Einfaches sein.

Ein Kaiserschmarrn ist DAS klassische Hüttenessen. Keine Berghütte auf der es nicht einen guten Kaiserschmarrn gibt.
Auch als Nachspeise, oder Freitagsessen, (.. ist ja bekanntlich der Allgäuer Veggie day!!)  wird er im Allgäu gerne zubereitet.

Mit einer Suppe ( z.B. Kartoffel, Lauch, Gemüse) als Voressen, ist er auch eine sättigende Mittagsspeise.







Angeblich soll der österreichische Kaiser, der einen Schmarrn auf einer Berghütte verspeiste, so angetan von dem einfachen Gericht gewesen sein, dass es sich fortan "Kaiserschmarrn" nennen durfte.
Obwohl ihn die Ungarn erfunden haben sollen.

Die Zutaten gab es in jedem Haus, bzw. in jeder Berghütte.
Etwas Schmalz, Mehl, Milch, Eier.

Aus diesen Zutaten  haben sich noch viele andere einfache und schmackhafte Gerichte entwickelt, die heute noch gerne gegessen werden.
Natürlich gibt es unzählige Variationen wie Nuss-, Gries-, Apfel-, Kirsch Sauerrahm-, Quarkschmarren.



Gerne wird zum Schmarrn ein süßes Kompott gereicht. Meist aus Äpfel, Birnen oder Zwetschgen. Sein "Gesicht" bekommt der Kaiserschmarrn mit Puderzucker.

Das Rezept hier stammt übrigens vom einem Hüttenwirt, wurde da schon tausende Mal zubereitet und reicht für 3 bis 4 Personen.







Nach einer Legepause um Weihnachten, hatten unsere gefiederten Damen wieder mal Lust ein paar Eier zu legen. Passt genau zu meinen Kochabsichten. Her damit!





Aus:

300g Mehl
0,5 l. Milch
6 Eiern
Pr. Salz

wird ein nicht zu flüssiger Teig zubereitet.

(Zuerst immer Mehl und Milch verrühren, kurz stehen lassen und dann die Eier zugeben, alter Köchinnentrick, denn dann gibt's keine Mehlklümpchen.
 Wer mag kann das Eiweiß leicht anschlagen, macht den Schmarrn fluffiger, muss aber nicht sein...)

Teig eine halbe Stunde ruhen lassen und nochmal leicht durchrühren.



Dann in einer Pfanne etwas Butterschmalz zerlaufen lassen,
zwei Kellen Teig hineingeben, Pfanne schwenken, kurz anbraten und ein paar Rosinen zugeben.




Wenn der Boden leicht gebräunt ist, den Teig wenden, nochmals anbraten und dann mit zwei Löffel, oder Gabeln "zerpflücken". Nie mit Messer schneiden!!
Jetzt noch einen Eßl. Zucker dazu und ein Stücken Butter. Das Ganze bei wenig Hitze schwenken, damit es nicht zu braun wird und sofort auf Teller geben.






Jetzt noch mit Puderzucker bestäuben.


Dazu ein frisch gemachtes Apfelmus.

Ist ein echt kaiserliches Gericht für alle Franz und Sisi´s


Mittwoch, 1. Januar 2014

Safran Risotto



mit Zanderfilet und geschmolzenen Tomaten in Kräuteröl





Das mieseste Risotto meines Lebens habe ich in einer Pizzeria gegessen. Nur etwas trockener Reis aus dem Kochbeutel mit ein paar Paprikastücken gemischt. Grusel, Grusel..

Deshalb koche ich den Risotto am liebsten selbst.

Risotto braucht Zeit und sollte mit Liebe gemacht werden, denn guter Risotto muss eine ganz bestimmte Cremigkeit haben und die bekommt der Reis nur wenn man Risottoreis nimmt und ihn auch lange genug rührt.



In einer Pfanne dünste ich in Olivenöl Zwiebelwürfel an, gebe den Reis dazu lasse beides kurz anbraten, nun lösche ich mit etwas Prosecco, oder Weißwein ab und schon beginnt die Rüherrei...

Nun wird immer wieder in kleinen Mengen Brühe zugegossen, ich nehme nur Gemüse, oder Hühnerbrühe nie Rindsbrühe.





Den Safran mische ich mit ein bisschen heißem Wasser und geben ihn zum Reis. Safran ist nicht jedermanns Sache, der Risotto schmeckt intensiv danach. Deshalb nicht zu viel verwenden. Nun immer weiter rühren.... Der Reis sollte unbedingt noch etwas Biss haben.
Zum Schluss kommt noch ein Esslöffel Parmesan dazu und etwas Butter.




Inzwischen brate ich die Tomatenstücke sanft in etwas selbstgemachtem Kräuteröl an.




Die Zanderstücke  würze ich mit meinem Fischgewürz ( Rezept hier:

http://landgarten.blogspot.de/2013/07/fischgewurz.html)

stäube sie mit Mehl und braten sie zuerst nur von einer Seite in wenig Olivenöl an. Nicht wenden, bis der Fisch langsam gar wird, erst dann nochmal kurz drehen und nur noch eine Minute braten lassen. Dann ist der Fisch genau richtig.
( Fisch bitte nicht ständig wie ein Schnitzel hin und her wenden und die Hitze nicht zu stark aufdrehen)





Auf einem Teller anrichten und noch etwas Kräuteröl darüber träufeln.
 
 
 
 
Gut schmeckt auch ein Zitronenrisotto zu Fisch. Ein Rezept aus Südtirol..
Gleiche Zubereitung wie oben, nur ohne Safran.
 Ich nehme statt Butter dann Frischkäse, dann noch eine bisschen Zitronenabrieb, einen Esslöffel Zitronensaft und eine mini Messerspitze Curcuma wegen der Farbe. Kurz vor dem servieren noch etwas gehackte Rauke unterheben.. Dazu wieder die Kräutertomaten
Für mich der Beste von allen!!
Schmeckt zu allen Fischarten, Scampi und co,  Hähnchen und natürlich auch Fleischlos. 
 
Risotto kann übrigens super vorbereitet werden. Den Tipp habe ich von meinem Lieblingskoch Víncent Klink, bei dem ich auch schon mal essen durfte.
 
Den Reis soweit vorbereiten bis er halb gar ist, dann von Herd ziehen und abkühlen lassen. Kurz vor den Servieren nochmal etwas Brühe zugießen und erhitzen. Klappt super.





Beim Kauf von Risottoreis sollte man wirklich auf gute Qualität achten. Billiger Reis gibt immer eine matschige Pampe , der einem die Lust auf Risotto vermiest. Auf keinen Fall Milchreis verwenden, wie oft in Rezepten empfohlen wird.

In Venezien haben wir einen Landwirt gefunden, bei dem man im Hofladen Reis kaufen kann.
Ich finden dieser Risottoreis war der Beste den ich je hatte.




Hinter dem Bauernhof lagen die überfluteten Felder auf denen der Reis angebaut wurde. Kilometerweit nur flaches Wasser.



Dienstag, 31. Dezember 2013

Welches Schweinderl hätten Sie denn gerne?

Marzipanschweinchen selber machen.

Gekaufte Marzipanschweine mit Frischhaltemittel, Überzügen und künstliche Zusätze müssen nicht unbedingt sein.


Heute zu Silvester habe ich für meine Freunde und Gäste noch ein paar Glücksschweinchen selbst geknetet.





Kein Hexenwerk wenn man Rohmarzipan, Puderzucker, Rosenwasser und etwas Lebensmittelfarbe mischt.




Schon hat man einen echt "schweinischen" Teig.




Den muss man nur noch zu Kugeln formen. Am besten abwiegen, damit auch alle Schweinchen gleich groß sind...




Die Kugeln zu kleinen Birnen formen und die zu ...




.... Schweinchen.

Nase, Augen  und Maul mit Modellierhölzern, oder dicken Stricknadeln stechen. Beinchen, Ohren und Schwänzchen aus dem Marzipan formen.

Und aus Puderzucker Augen aufspritzen.




Jetzt noch ein bisschen Glitter auf die Näschen und ein Glücksklee in den Mund.

Wenn die kein Glück bringen, dann fress ich einen Besen!!




Zum neuen Jahr

Ich wünsche dir:

Ein Huhn, das gold’ne Eier legt,

´nen Baum, der alle Lasten trägt,

ein Tier, dass alle Sorgen frisst

und falls du auch mal traurig bist,

dich kitzeln, bis du wieder lachst

und gleich wie üblich Witze machst.

Ich wünsche dir ein tolles Jahr

mit Sahnehäubchen drauf sogar

aus Harmonie und Zweisamkeit.

Wünsch dir ´nen Reißwolf, der bereit

um Wut und Ärger zu zerfleddern

und auch Gereiztheit gleich zu schreddern.

Ich wünsch dir einen Riesenstrauch

mit Glücksblättern und dazu auch

zwölf Monate in großen Tüten

mit Liebes - und Gesundheitsblüten.

Dass auf den Tag im nächsten Jahr

du sagen wirst: “Wie wunderbar!

Das ganze Jahr war gut und rund.”

Vor allen Dingen

BLEIB GESUND!


Ruth-Ursula Westerop





Mittwoch, 25. Dezember 2013

Frohe Weihnachten



Wer glaubt dass es das Christkind nicht gibt der irrt sich. Wir haben es gesehen.
Und wer ganz genau hinsieht, sieht vielleicht viele Christkinder in seiner Nähe.



Liebe Menschen die dir spontan helfen, Freunde mit denen man  über alte Zeiten lachen kann, nette Nachbarn die dir was leihen, was du gerade dringend brauchst, Kollegen die nett zu dir sind, Jemanden der dir zuhört, die Verkäuferin die auch noch um fünf vor sechs freundlich zu dir ist, der Fremde auf der Straße den man noch nie gesehen hat und der dich grüßt, einer der plötzlich mit einer Überraschung vor deiner Türe steht, jemand der dir sagt... das wird schon wieder..., jemand der dich wieder mal zum Lachen bringt, einer der dir Mut macht.

Christkinder trifft man überall, man muss nur mal genau schauen.


Frohe Weihnachten aus der Landgartenküche



Sonntag, 22. Dezember 2013

4. Advent



In einer Woche ist alles schon wieder Schnee von gestern.
Briefe schreiben, Plätzchen backen, Geschenke aussuchen, Haus dekorieren, Kranz binden, Kerzen anzünden, Christbaumschmuck kaufen, Weihnachtsmärkte besuchen, Glühwein trinken, Freunde anrufen, Besuche machen, Geschenke verpacken und sich freuen...

Heute zünden wir nochmal die letzte Kerze am Adventskranz an und freuen uns auf die nächsten Tage, die nun kommen.




Den süßen Kerl aus Dörrzwetschgen und Rosinen, haben Gäste meiner Mutter vom Augsburger Christkindelmarkt mitgebracht.


Einen schönen vierten Advent.



 
Sternstunden
 
 
Sternstunden werden uns geschenkt,
 
wenn wir den inneren Stern
 
in uns neu entdecken
 
und leuchten lassen.
 
 
 
P.Stutz




Montag, 16. Dezember 2013

Holunderliebe


Brillenschlange liest:





Eigentlich nicht unbedingt ein Wintertitel. Und doch ein nettes Buch dass man an langen Winterabenden lesen kann.


Die nicht unbedingt erfolgreiche Geschichtsstudentin Lena stiehlt, eher aus Versehen, in der Unibibliothek ein altes Buch, das ihr auch kurz danach zu Bruch geht.
Eine Restauratorin, die sich dem guten Stück annimmt, entdeckt im Deckel alte Schriften, die vermutlich über Kräuter handeln. Für die Gartenfreundin Lena eine Herausforderung. Was liegt also näher, als sich auf die Suche zu machen.
Am Bodensee ,auf der Insel Reichenau, versucht sie das Geheimnis zu lüften.
Was für eine geheimnisvolle Pflanze wird hier erwähnt?
Und schon schaltet die Geschichte um, nun ist nicht mehr Lena die Hauptperson, sondern der Leser geht auf eine Zeitreise zurück ins neunte Jahrhundert und lernt unter anderem den Mönch Thegan kennen.

Hier trifft der Leser nun auf kräuterkundige Mönche und auf eine geheimnisvolle Pflanze die z. B. Blut stillen kann.

Abwechselnd spinnt sich die Geschichte nun immer wieder von früher auf heute, natürlich mit Liebesgeschichten und Kräuterweisheiten.

Während der erste Teil flott zu lesen ist und einem Lena immer mehr sympathisch wird, wirken die altertümlichen Stellen träge, teilweise etwas langweilig und stellenweise zu lang und bieder. ( Vielleicht etwas für Freunde der historischen Bücher)


Ein Buch das sich sonst gut lesen lässt, aber mich nicht ganz überzeugt hat.





Sonntag, 15. Dezember 2013

3. Advent





Ich kann mich noch gut an die Winter früher erinnern. Im Dorf lag hoch der Schnee, durch den alle Kinder am Morgen zur Schule stapften. Fast jedes zweite Haus ,auf dem Schulweg, war früher ein Bauernhof. In den Ställen brannte das Licht und aus den Stallfenstern dampfte die Wärme der Kühe.

Statt Sportunterricht durften wir Kinder am Schulhang noch Schlitten fahren. Von ein paar frechen Buben bekamen wir Mädchen immer die Schneebälle an den Kopf geschmissen, oder wurden mit Schnee eingerieben. Manchmal haben alle Kinder auch zusammen einen großen Schneemann vor der Schule gebaut.






Auf dem Weg zur Schule lag früher eine kleine Bäckerei. In deren Auslage um die Weihnachtszeit gebackene Nikoläuse mit aufgeklebten Papierbildchen und Birkenruten mit bunten Fondantkringel geschmückt, dekoriert waren.
Die gebackenen Nikoläuse zerschmolzen beim essen fast im Mund und schmeckten köstlich nach Weihnachten und Winter.
Solche Dinge ( die heute alle verschwunden sind)  bleiben einem wohl ewig in Erinnerung....


Dieses Mal hat unser lieber Freund Martin Kohler aus Oberegg für uns in seiner Backstube gebacken. Die Nikoläuse ,aus Honigkuchenteig, sehen nicht nur so aus wie zu meiner Kinderzeit, sie schmecken auch noch genauso gut wie früher.
Und schon stellt sich so ein .... weißt Du noch... Gefühl ein.






 
 
 
Lass Licht sein,
lass Wärme sein,
lass Liebe sein,
lass Weihnachten sein
... in dir.


R. Lenhardt


Einen schönen dritten Advent.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Eierlikörblumen

 
 
 





Im Landgarten liegt nun Schnee und es ist saukalt in den Allgäuer Bergen. Nach einem Winterspaziergang ist jetzt genau die richtige Zeit um drinnen, in der warmen Küche, Plätzchen zu backen.

Es wird Teig geknetet, ausgestochen, verziert, gebacken, getaucht, bepinselt, gefüllt und geformt. Gerne mag ich Spritzgebäck, weil es erstens schnell geht und zweitens immer gut schmeckt. Ob mit Schokoladen- , Nuss-, oder Eierlikörteig, Spritzgebäck geht immer.




Eierlikör schmeckt mir nicht nur Pur, oder auf Eis, ich nehme ihn auch gerne zum Backen, wie hier für die Eierlikörblumen. (Die man  auch als Stängelchen oder Kringel aufspritzen kann)


300g ganz weiche Butter
200g Puderzucker
1 Vanillezucker
450g Mehl
150g Stärke
200ml. Eierlikör
1 Ei
Etwas Abrieb von einer Biozitrone

Butter mit Zucker schaumig rühren, restl. Zutaten dazu. Ist der Teig zu fest noch etwas Eierlikör dazu.
Auf Blech spritzen und bei ca. 170 Grad 10 Minuten backen.
Abkühlen lassen.

Aus Puderzucker und etwas Eierlikör einen Guss rühren. Damit das Spitzgebäck verzieren.
Die Stängelchen am Ende eintauchen, die Kringel überspritzen, die Blumen in der Mitte füllen.





Vor Jahren hat meine Mama bei einem Shoppingkanal nicht widerstehen können und eine Backpresse gekauft. Bei der Vorführung im Fernsehen schien alles Kinderleicht...
Nachdem ihre Versuche dann zu Hause beim Nachbacken fehlschlugen, schenkte sie mir das gute Stück. Ich brauchte auch einige Versuche bis ich die Geheimnisse der Backpresse erkundete und hätte sie fast auch wieder weiterverschenkt, aber irgendwann haben wir uns angefreundet. Es klappt jetzt meist ganz gut. Damit kann man diese schönen Blumen zaubern.
Wer nicht der glückliche Besitzer einer Backpresse ist (sie wird einem bei jedem Flohmarkt für ein paar Euronen hinterher geworfen, da sich die meisten damit nicht mehr abmühen) nimmt eben einen Spritzbeutel, oder den Fleischwolf mit Spritzaufsatz.








Sonntag, 8. Dezember 2013

Zweiter Advent mit Osterhase



Zu Hause dekorieren wir gerade das ganze Haus weihnachtlich und eigentlich wollte ich ein paar Bilder davon posten, doch beim Spazierengehen heute, sah ich doch tatsächlich den Osterhasen, der sich in der Sonne wärmte.

Der möchte auch gern mal weltweit gesehen werden und deshalb gibt es heute ganz unpassend zum zweiten Advent den weißen Hasen gepostet.






(Übrigens ein weißer deutscher Riese, 9 kg schwer und ich hoffe dass er nicht als Weihnachtsbraten auf dem Tisch landet.)


Einen schönen zweiten Advent aus der Landgartenküche!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Erster Advent



Im Herbst sind im Garten jede Menge Sträucher die geschnitten werden müssen. Ein paar dickere Äste haben wir aufgehoben. Die hat meine Tochter dann in dünne Scheiben geschnitten, denn die eignen sich super zum Basteln.
Da habe ich doch gleich unseren Adventskranz damit verziert.







Der Kerzen Schein kündet von einer Zeit die jetzt anbricht,
einer ruhigen und besinnlichen Zeit für uns alle.
Möge Frieden einkehren.
In den Familien,
bei allen Völkern
und der ganzen Welt.
 
Einen schönen ersten Advent.